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 | Umwelt - Frevel mit schwerem Gerät |
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In einer Zeit, da alle Welt versucht, das Abholzen von Bäume zu reduzieren und das Waldsterben zu vermindern, da gibt es immer noch Geschäftemacher die ohne Genehmigung in der freien Natur herum pfuschen und machen was sie sich in ihren egoistischen Vorstellungen ausdenken. Wenn das auf dem Lande passiert, dann haben diese Geschäftemacher den Vorteil, dass die Betroffenen das lange ohne Murren hin nehmen. Hier ist man es gewohnt, sich um sich selbst zu kümmern und beim Nachbarn auch mal ein Auge zu zu drücken. Die jüngere Generation hat aber längst ihr Bewusstsein geöffnet und sieht deshalb mit Bangen, was unbelehrbare Golfplatzbetreiber alles anstellen, ohne dass die zuständigen Behörden eingreifen, wie es ihre Pflicht wäre.
Die Überwachung Warum das so ist und wie die Verquickungen von Interessen und Bekanntschaften gefügt sind, soll hier nicht das Thema sein, denn das wäre eine neue, lange Geschichte. Abstellen ließe sich das aber leicht und schnell, wenn ein qualifizierter Umweltbeauftragter mit konkreten Kompetenzen, dazu berufen werden würde. Dadurch würden nicht nur die Einhaltung der elementarsten Umweltschutzbestimmungen erreicht, sondern große Vorteile für die Pflege und Gestaltung einer umweltgerechten Golfanlage entstehen. Die Überwachung ist für alle Beteiligten von Vorteil und hilft sogar Kosten zu sparen. Allerdings müssen beim Betreiber und bei den Behörden offene Ohren und die Bereitschaft zum Nachdenken vorhanden sein.
Was ist zu beanstanden Einige Beispiele, die der Redaktion bekannt wurden:
Ein Trick ist bei den findigen Golfplatzplanern, Erbauern und Betreibern inzwischen zur verbreiteten Unsitte geworden. Sie vereinbaren im Genehmigungsverfahren und bei den Verträgen die Beschäftigung von qualifizierten Naturschützern, halten sich in der Umsetzung dann aber nicht an deren Vorschläge.
Großflächenmäher und Golfplatzfahrzeuge rasen ohne Straßenzulassung durch Ortschaften. Diese Fahrzeuge sollten schon aus Sicherheitsgründen zumindest in angemessener Geschwindigkeit durch öffentliche Straßen fahren.
Gerade bei Bauten im Außenbereich, auf dem Golfplatz- und Übungsgelände besteht oft Bedarf für "genehmigungspflichtige" Baumaßnahmen. Hier entwickelt sich aber schnell mal ein vorläufiger Bauwagen nach einiger Zeit unauffällig in feste Bauten, natürlich ohne Genehmigung. Oder es finden - egal ob um Hindernisse zu schaffen oder zu beseitigen - mit schwerem Gerät weitreichende Eingriffe in die Natur statt. Durch solcherart in Kauf genommene Zerstörung der Vernetzung von Rückzugsgebieten für Pflanzen und Tiere wird unsere Natur nachhaltig geschädigt. Die Fauna uns Flora verarmt und stirbt aus.
Umweltbewusste Golfer, die sich dagegen wehren möchten, haben kaum eine Chance. Denn die Betreiber verstehen es geschickt, den eingetragenen Verein mit seiner Gemeinnützigkeit, vom Betrieb und der Pflege des Geländes und der Anlagen formell zu trennen. Wer da Stellung bezieht, wird da schnell zum "Querulant".
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Es geht auch anderes
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Im Jahr 1987 wurde von der Welt größten Umweltorganisation, dem WWF, als einzige umweltgerecht geplante und gepflegte Golfanlage in ganz Deutschland ein Golfplatz in Schotten, Hessen, sogar mit einem Umweltschutzpreis ausgezeichnet. Er erfüllte die Vorgaben des Herrn Professor Haber von der Uni Weihenstephan im Jahrbuch für Natur und Umweltschutz. Die gesamte Planung Gestaltung und schließlich die ökologisch einzig artigen Pflegemethoden hatte der Erbauer dieses ersten öffentlichen Golfplatzes in Deutschland ,Herbert Schlapp, entwickelt und realisiert. Leider wurden diese guten Vorzeichen später durch ein neues Management und im Zuge von Erweiterungen völlig aufgegeben.
Dazu der ursprüngliche Erbauer, Herbert Schlapp: “Ich wohne fast direkt am Golfplatz, aber spielen mag ich dort nicht mehr. Als Reisender in Sachen Golf sehe ich viel Plätze und muss immer wieder Kompromisse akzeptieren. Aber gerade hier erscheint mir die Abwendung von einem richtungsweisenden umweltverträglichen Konzept aus kommerziellen Gründen, besonders frevelhaft."
„Leider gibt es bis heute laut DGV-Deutscher Golfverband, keinen vergleichbaren ökologischen Golfplatz mehr in Deutschland.“ führt Herbert Schlapp weiter aus, „dennoch muss man zu Frieden sein, angesichts einer Entwicklung zu weniger Chemie und Kunstdünger auf deutschen Golfanlagen. Für umso wichtiger halte ich eine kompetente Hilfestellung für verantwortungsbewusste Golfplatzbetreiber, ergänzt durch zumindest freiwillige Selbstkontrollen. Dies ist auch grundsätzlicher Bestandteil meiner Beratungstätigkeit.“
Heute berät Experte Schlapp verantwortungsbewusste Golfplatzplaner und Bauinteressenten hinsichtlich seines persönlichen Mottos „Golf im Einklang mit der Natur“. Erfolgreich tätig wurde er auch im Ausland, wie in Österreich/ Lobau und Ungarn/Natura 2000, aktuelle Projekte sind in Arbeit.
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Berichte
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