Ökologie und Umweltschutz , ein Gegensatz.
Ökologisches Gleichgewicht gibt es nicht.
Oft wurde ich gefragt, wie ein engagierter Naturschützer und Naturfreund auf die Idee kommen konnte, einen Golfplatz zu bauen.
Als dieser engagierter Naturschützer, möchte ich zunächst auf die zur Zeit stattfindenden Diskussion über den Sinn oder Unsinn vom ökologischen Gleichgewicht eingehen.
Dazu habe ich selbst die Erfahrung gemacht, daß auf naturbelassenem Wiesenland im Vogelsberg ohne Chemie und Kunstdünger, auf vernetzten, nicht bespielten Flächen, zwischen den Golfbahnen, seltene und geschützte Pflanzen und Blumen auftraten, die zuvor jahrelang verschwunden waren.
Diese mußten aber dann von mir geschützt werden ; durch den Rückschnitt der anderen Pflanzen und Wildkräuter alle zwei Jahre. Das hat zwar die seltenen Pflanzen erhalten und die Orchideenfreunde beglückt, aber mit Ökologie in ihrem ursprünglichen Sinne hat das nichts zu tun. Ein ökologisches Gleichgewicht gibt es nämlich nicht. Natur ist - ohne den Menschen - immer Veränderung. Verwilderung. Vergleichbar damit und ein gutes Beispiel , sind die Bemühungen im Naturpark Bayrischer Wald.
Ein anderes Beispiel:
Nehmen wir die Lüneburger Heide. Würde sich hier der Mensch mit all seinen Pflegemaßnahmen zurückziehen und die Natur - die Heide - sich selbst überlassen, dann wäre es bald keine Heide mehr, sondern es würde ein Wald werden. Ebenso kann ein kleiner Teich mit seltenen Lebewesen von Naturschützern geschützt werden, damit er nicht versumpft und verlandet und die vorhandenen Pflanzen und Tiere nicht verschwinden. Mit Ökologie hat das nichts zu tun. Die MutterNatur ist viel brutaler, sie handelt nicht so wie es sich der Mensch vorstellt oder es sich erträumt.
Wie stellt es sich der Mensch denn vor?
Jahre lang herrschte die von Naturschützern und Umweltorganisationen erdachte These vor : Landschaft muß bleiben wie sie ist. Es sollte also nichts verändert werden. Das ging in die Gesetzgebung ein und war zu berücksichtigen bei Genehmigungsverfahren von Bauvorhaben aller Art. Im Ansatz ist das sehr richtig, denn wir wollen es alle nicht , daß unser Land hoffnungslos zubetoniert wird und um die Ballungsgebiete herum noch mehr Verkaufslandschaften entstehen. Darüber zu urteilen ist so unterschiedlich wie der Blickwinkel der Betroffenen. Ein Anwohner möchte keine neue Schnellstraße vor seinem Wohnzimmerfenster erbaut sehen und sieht in der neuen Schnellstraße eine Verschlechterung seiner Lebensqualität. Der Pendler erblickt darin aber möglicherweise einen kürzeren Weg zu seiner Arbeitsstätte und erfährt damit durch mehr Freizeit mit seiner Familie eine bessere Lebensqualität.
Froh bin ich nur darüber, nicht solche Entscheidungen treffen zu müssen. Gegen eine strickte Beibehaltung der landschaftlichen Gegebenheiten und deren Unberührbarkeit spricht auch folgendes Beispiel: würden wir nicht rechts und links unserer Straßen alles Wachstum unterdrücken, mähen, abschneiden, (früher wurde gespritzt) so würde die Straße in ein paar Jahren überwuchert und wäre zugewachsen, so daß kein Mensch mehr dort fahren könnte.
Was sagt das dem verantwortungsvollen Umweltschützer?
Es sagt uns, daß die Lehre von der unveränderten Landschaft und damit der unveränderten Natur nicht stimmt.
Diese noch vor Jahren geforderte Prämisse ist von der Wissenschaft objektiv widerlegt.
Der Mensch ist gehalten in weiten Gebieten die Natur zu pflegen. So weit als möglich , einvernehmlich mit den Prämissen der Ökologie , soweit man dann noch von ursprünglicher Ökologie sprechen kann/will. Es sagt uns Menschen aber auch, daß gerade wir dazu im Stande sein müssen, (daß wir dafür ein Händchen haben müssen )
sozialpolitische und umweltpolitische Belange zu einen.
Was sagt uns das zum Thema Golfplatzbau ?
Golfspielen, bedeutet Volksgesundheit bis ins hohe Alter durch aktiven Sport in der Natur. Damit wird den Menschen in hohem Maße gedient. Der Volksgesundheit mit allen ihren Fassetten. Mit Öffentlichen Golfplätzen für Alle, werden noch viel mehr Menschen erreicht und das mindert den Sozialneid. Eine Golfanlage bauen im Einklang mit der Natur und nicht dagegen, das verbessert das Leben aller Kreaturen, auch der Menschen im weiten Rund. So wird der Bau eines Golfplatzes in Zusammenarbeit mit Naturschützern und kompetenten Fachleuten, gegenüber der vorher vorhandenen intensiv genutzten Agrarlandschaft, nicht nur eine Bereicherung der Landschaft, also auch der Natur werden, sondern steht auch für die "unumgängliche Veränderung des Vorhandenen, ließe der Mensch die Natur alleine schalten und walten". Golfplatzpflege ohne Chemie, d.h. ohne Herbizide und Kunstdünger verbessert das Grundwasser, bereichert die Pflanzen- und Tierwelt. Schützt die Menschen
Fachkundige Unterstützung und Überwachung sind elementare Gebote.
Dazu notwendig ist selbstverständlich die konsequente Einhaltung umweltverträglicher Gestaltung und Pflege der Anlage. Als Naturfreund wünsche ich mir deshalb die dauerhafte Überwachung dieser Forderung durch neutrale Fachleute. Damit ein Golfplatz ein gut bespielbarer Golfplatz wird und bleibt und nicht nach der Baugenehmigung alles Versprochene vergessen wird. Leider habe ich dies aber schon oft erfahren müssen.
Mit Grausen, erinnere ich mich an den Chemiegestank auf manchen Golfplätzen, die mir nicht nur die gute Laune verdarben, sondern vor allem der Gesundheit der Golfspieler/innen und noch mehr den Greenkeepern schadeten. Der umweltbewußte Golfplatzbauer dagegen, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, einen Golfplatz zu bauen, wenn er naturgerecht und ohne Chemie baut. Dankbar wollen wir deshalb immer dann sein, wenn eine Verbesserung in der Landschaft stattfindet, denn sogenannte Ausgleichmaßnahmen können keine Lösung sein. Wir können weiter abwarten, was die Wissenschaft uns Naturschützern für den Bau und die unterhaltende Pflege noch alles aufzeigen wird. Über den gegenwärtigen Wissensstand verfügend, wollen wir allen Interessierten kostenlos unsere Berichte zu unterschiedlichen Themen auf dem Gebiet des Golfplatzbaues und dessen Pflege ins Internet stellen. Dies soll in erster Linie dazu führen, daß Greenkeeper, ihr traditionelles Wissen, das sie aus der Ausbildung mitgebracht haben, erweitern. In die Richtung : ohne Chemie und Kunstdünger. Alternativen bieten wir auf Anfrage gerne an. Ebenso sind bei den Arbeiten auf dem Golfgelände heute immer mehr, immer schwerere und teurere Maschinen am Werk. Auch hier gibt es gute Alternativen über die wir gerne beraten.
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